Kieferorthopädie mit Chirurgie

Bei erwachsenen Patienten mit ausgeprägten skelettalen Fehlbildungen im Kieferbereich, ist eine rein kieferorthopädische Behandlung häufig nicht ausreichend, um diesen Patienten eine störungsfreie Funktion ihres Kauorgans zu ermöglichen. Hier ist es in vielen Fällen erforderlich, die fehlerhafte Lagebeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer, die häufig auch eine starke ästhetische und psychische Beeinträchtigung für die Patienten mit sich bringt, chirurgisch zu korrigieren. Im Rahmen einer kieferorthopädischen Vorbehandlung werden zunächst die Zahnbögen von Oberkiefer und Unterkiefer mittels festsitzender Apparaturen passend zueinander ausgeformt, was in der Regel zwischen ½ bis 1 Jahr in Anspruch nimmt. Anschließend erfolgt die chirurgische Korrektur der fehlerhaften Kieferposition, wobei je nach Ausgangsbefund die Verlagerung eines oder beider Kiefer erforderlich sein kann. Bevor die festsitzenden Apparaturen nach der Operation wieder entfernt werden können, ist meistens noch eine Feineinstellung der Verzahnung erforderlich, die weitere 6-12 Monate dauern kann. Danach werden die festen Zahnspangen entfernt und entsprechende Retentionsgeräte eingesetzt, um das Behandlungsergebnis dauerhaft zu stabilisieren. Insgesamt muß bei derartigen Behandlungen mit einer Gesamtdauer von 3-4 Jahren gerechnet werden.